Neue Gesichter für "Guten Morgen Deutschland": RTL holt Annett Möller und Marco Schreyl ins Moderationsteam seiner Frühsendung "Guten Morgen Deutschland". Wie der Sender bestätigte, hat Schreyl seinen ersten Einsatz am 6. Dezember zusammen mit Roberta Bieling. Möller wird erstmals am 10. Januar zusammen mit Maurice Gajda für das Magazin vor der Kamera stehen. Darüber hinaus bleiben auch Angela Finger-Erben und Wolfram Kons an Bord.

"Ich bin ein großer Fan des amerikanischen Morningshow-Fernsehen", sagt Marco Schreyl. "Nun darf ich die Morningshow selbst machen. Im Radio kenne ich sie schon, jetzt also im Fernsehen. Ich freue mich auf ein aufgewecktes und erfahrenes Team." Für RTL stand Schreyl zuletzt im vergangenen Jahr als Moderator einer kurzlebigen Nachmittags-Talkshow vor der Kamera.

Und auch für Annett Möller ist es ein Comeback: Sie startete 2003 als Volontärin bei RTL Nord und war von 2008 bis 2017 Moderatorin von "RTL aktuell", ehe sie schließlich zu Sat.1 wechselte, um das wenig erfolgreiche Vorabend-Magazin "Endlich Feierabend" zu präsentieren. "Für mich ist es wie ein Nachhause-Kommen wieder zu RTL zurückzukehren", sagt Möller.

Die personellen Veränderungen waren aus verschiedenen Gründen notwendig geworden. Moderator Jan Hahn, der seit 2017 für die Sendung arbeitete, war im Mai im Alter von nur 47 Jahren überraschend verstorben. Im Sommer wiederum war Moderatorin Susanne Ohlen kurzerhand freigestellt worden, nachdem sie sich für eine Schalte aus dem Flutgebiet zuvor mit Schmutz beschmierte. Inzwischen ist sie als Planerin hinter der Kamera wieder für den Sender tätig (DWDL.de berichtete).

Martin Gradl © RTL / Marina Rosa Weigl Martin Gradl
Martin Gradl, Chefredakteur Magazine bei RTL News, sagte, mit Möller und Schreyl verstärke man das Team "mit zwei tollen Menschen, herausragenden Anchors und versierten Journalist:innen. Mit ihnen und unserem großartigen Redaktionsteam haben wir am Morgen noch eine Menge vor". Aus Quotensicht ist "Guten Morgen Deutschland" in diesem Jahr noch weiter zurückgefallen: Im Schnitt liegt die Sendung inzwischen bei weniger als neun Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.